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Elektronische Marktplätze

Elektronische Marktplätze

Globale Absatzchancen konsequent nutzen

Grundgedanke von elektronischen Marktplätzen ist die Bedarfsbündelung einer Vielzahl von beschaffenden Unternehmen gegenüber einer Vielzahl von Lieferanten. Marktplatzbetreiber verhandeln zwischen beiden Parteien. Ein Marktplatzbetreiber ist entweder ein unabhängiger Vermittler (Intermediär) oder eine Gruppe (Konsortium) von Marktplatzteilnehmern. Der Marktplatzbetreiber stellt die Plattform zur Verfügung und sorgt für den reibungslosen Ablauf des Handels.

Gebiet Marktplatz Sf011-002
Welche Arten von eMarktplätzen gibt es?

Zum Einen gibt es branchenübergreifende (horizontale) eMarktplätze für eine breite Produktpalette, die von Unternehmen unterschiedlichster Branchen gleichermaßen benötigt wird (zum Beispiel Büromaterial). Zum anderen werden auf so genannten vertikalen Marktplätzen die Produkte einer bestimmten Branche gehandelt. Daneben werden offene und geschlossene Markplätze unterschieden: auf geschlossenen Marktplätzen hat nur ein bestimmter Kreis von Geschäftspartnern Zugang. Offene Marktplätze dagegen stehen allen Interessenten bereit.

Auftraggeber vergeben ihre Bauvorhaben zunehmend elektronisch über Vergabeplattformen, einer Variante von eMarktplätzen. Bis zum Jahr 2010 sollen es nach EU-Richtlinien sogar alle Ausschreibungen von öffentlichen Auftraggebern sein. An manchen Online-Ausschreibungen von Ministerien können kleine und mittlere Unternehmen sogar bevorzugt teilnehmen.
Preisfindungsmechanismen auf Marktplätzen
Welchen Nutzen bringen eMarktplätze?
In Beschaffung und Vertrieb können Unternehmen von elektronischen Marktplätzen dadurch profitieren, dass Marktplätze ständig erreichbar sind und die Prozesse während des (Ver-)Kaufens beschleunigen. Einkäufer finden an einem Ort sämtliche für sie interessanten Lieferanten. Verkäufer können neue Kunden finden. Vereinfachte Preisvergleiche auf eMarktplätzen bieten echte Preisvorteile und Transparenz.
Nach dem Marktplatz-Boom von einigen Jahren hat sich die Zahl der Marktplätze erheblich verringert. Viele Marktplätze existieren nicht mehr, andere haben sich zusammengeschlossen. Übrig geblieben sind die Marktplätze, die sich bewährt haben. Damit ist die Gefahr, auf den falschen Marktplatz zu setzen, erheblich gesunken. Im deutschsprachigen Raum existieren zurzeit ca. 90 Marktplätze.
Die Vorteile von elektronischen Marktplätzen auf einen Blick


Schritte zur Nutzung von elektronischen Marktplätze

Der Vertrieb bzw. die Beschaffung auf eMarktplätzen ist eine effektive Art, im Internet zu handeln. Vor der Teilnahme an einem Markplatz sollte die Verkaufs- oder Beschaffungsstrategie feststehen. Außerdem sollten grundlegende Fragen über Ausrichtung des Marktplatzes, Anbieter und Lieferanten, Produkt-Präsentationsmöglichkeiten und Gebühren beantwortet werden. Eine Anbindung des Marktplatzes an das hausinterne ERP-System ist sinnvoll, um Medienbrüche zu vermeiden und sämtliche Informationen automatisch im ERP-System zu verbuchen. Dafür ist die Unterstützung durch einen Profi für die Schnittstellen-Programmierung notwendig. In einigen Fällen bietet der Markplatzbetreiber die Anbindung an Ihr ERP-System als zusätzliche Dienstleistung an.


Unternehmensbereich Vertrieb

Der Vertrieb ist ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Moderne Kommunikationstechniken und weltweite Marktpräsenz bieten auch kleinen und mittleren Unternehmen gute Vertriebschancen.


eBusiness-Standards für elektronische Marktplätze

Damit auf elektronischen Marktplätzen sinnvoll gesucht und gefunden werden kann, können standardisierte Produktkataloge eingesetzt werden. Wer einen Marktplatz für Einkauf oder Vertrieb nutzen möchte, sollte sich vorher über das eingesetzte Katalogaustauschformat und den verwendeten Klassifikationsstandard informieren.

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