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PRAXIS

Praxisberichte

Automatisierung des Materialflusses mit Hilfe von RFID/EPC und eCl@ss

Algi Matthias F _rber
Algi Seifenfabrik GmbH & Co. KG

Stockheim, Bayern
Chemie
43 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 5,5 Mio.

Algi Matthias F _rber
Matthias Färber, Geschäftsführung:

"Mit Hilfe von EPC/RFID und eCl@ss sollen Zulieferteile und eigene Produkte verschiedener Chargen eindeutig identifiziert und klassifiziert werden, um den Materialfluss in der Produktion zu verbessern."

Das Unternehmen

Das Unternehmen Algi Seifenfabrik GmbH & Co. KG aus dem bayrischen Stockheim ist ein Hersteller von Haar- und Körperpflegemitteln, Seifen, Seifenfiguren und flüssigen Seifen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte auf nationaler und internationaler Ebene. Über ein Tochterunternehmen (lufa cosmetic) vertreibt das Untenehmen Pflegeprodukte über Apotheken. Mit 43 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 5,5 Mio. Euro.

Die Ziele

Der Einsatz von RFID in der Produktion - insbesondere in der Materialbereitstellung - bildet die Grundlage für weitere Einsatzbereiche von RFID. Die Kommissionierung für den Verkauf kann darauf aufbauend ebenfalls per RFID-Technik erfolgen. Durch die Erfahrungen mit der RFID-Technik im internen Gebrauch ist das Unternehmen auf die zu erwartenden Anforderungen seitens der Kunden (Rewe, Edeka, Real usw.) vorbereitet.

Das Projekt

Beim Wareneingang bzw. Zugang aus der Produktion erhält jede Charge (=Palette) ein RFID-Label, über das die Identifizierung bei allen folgenden Materialbewegungen gewährleistet ist. Idealerweise erfolgt bei größeren Bestellmengen (z.B. Kartonagen) die Zuordnung des RFID-Labels bereits beim Lieferanten, was die Abwicklung des Wareneinganges und die Einlagerung vereinfacht. In der Test- und Einführungsphase könnten die benötigten RFID-Labels auch für den Lieferanten bereitgestellt werden. Die Materialbereitstellung für Produktionsaufträge erfolgt über einen mobilen Handscanner. Die benötigte Menge wird angezeigt und die Zuordnung der verbrauchten Charge(n) erfolgt über das RFID-Label. Umlagerungen erfolgen über das Auslesen des RFID-Labels, sowie der Angabe des Abgangs- und Zugangslagerortes.
Verkaufsartikel werden ebenfalls chargengenau auf Paletten eingelagert, so dass das RFID-Label die Ware bis zur endgültigen Kommissionierung für den Verkauf begleitet. Mit Hilfe des RFID-Labels wird dem ERP-System die produzierte Menge mitgeteilt, ebenso die Umlagerung nach der Produktion in das Außenlager Sonnefeld.

Für eine einheitliche interen Handhabung werden Einkaufs- und Verkaufsartikel sowie der Halbfabrikate nach eCl@ss klassifiziert. Durch die detaillierte Beschreibung der Artikelmerkmale wird sowohl das Beschaffen ähnlicher Artikel vermieden, als auch die Neuvergabe von Artikelnummern für Einkaufsteile, die mit ähnlichen oder gleichen Merkmalen zu früheren Zeitpunkten bereits beschafft wurden.
Mit Hilfe von eCl@ss sollen speziell die Verkaufsartikel so aufbereitet werden, dass die Weiterverarbeitung über andere eBusiness-Bereiche (z.B. EDI, Online-Shop) mit optimalen Voraussetzungen Problemen realisiert werden kann. Über die eCl@ss - Nummer wird die Datenverbindung mit dem derzeit eingesetzten ERP-System hergestellt. In der Online-Vermarktung lassen sich dadurch die Produkte durch einem größeren Kundenkreis finden. Bei der Beschaffung sind die gesuchten Teile genauer klassifiziert und können schneller angefragt und bestellt werden.

Der Nutzen

Die Rückverfolgbarkeit von Chargen ist ohne RFID nicht möglich. Aufgrund der Vielfalt der Kaufteile mit zum Teil ähnlichen Merkmalen treten bei den Verbrauchsbuchungen immer wieder Buchungsfehler auf (Verwechslung der Artikelnummern, Entnahme von falschem Lagerplatz, unvollständiges Ausfüllen der Materialentnahmescheine usw.). Diese Fehler werden zukünftig vermieden, was Fehlproduktionen, Buchungsfehler und Fehler bei der Kommissionierung langfristig reduziert.

Der Zeitrahmen

Das Projekt startete im Januar 2008 und wurde im Dezember 2008 abgeschlossen.