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AppliChem GmbH
Darmstadt, Hessen Chemie 92 Mitarbeiter Jahresumsatz: EUR 17 Mio. |
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Dr. Wolfgang Sipos, Business Development:
"Mit Einführung eines Produkt-Informations-Management Systems als eBusiness-Anwendung werden wir im Markt mit den richtigen und aktuellsten Daten präsenter als bisher. Hierzu wird auch die Klassifizierung nach eCl@ss beitragen." |
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| Profil des Pilotprojekts | Ausgangslage & Zielsetzung | Projektverlauf | Fazit |
Das Unternehmen AppliChem besteht in der heutigen Form seit 1994. Die Schwerpunkte der AppliChem liegen in der Herstellung und dem Vertrieb von Chemikalien und Biochemikalien für Labor und Produktion. Mit diesen Produkten werden Firmen der pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie Versorger der biotechnologischen Forschung und Produktion weltweit beliefert. Dabei handelt es sich um mehr als 8.000 Produkte in jeweils 3-4 Packungsgrößen. Die AppliChem zeichnet ein für die Industrie ungewöhnliches Wachstum aus. Der Umsatz von ca. 17 Mio Euro wird von ca. 100 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftet.
Der Laborchemikalien-Katalog unter der Bezeichnung 'Chemica' umfasst Grundchemikalien in den verschiedensten Qualitäten und maßgeschneiderte Lösungen für das Kundenlabor. Die beiden Produktlinien "BioChemica" und "Chemica" sind als Katalogprogramme in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Es existiert ein fast flächendeckendes Händlernetz in Europa und etliche Kooperationen in Übersee.
AppliChem versteht sich als Dienstleister und Vorlieferant der chemisch-pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie. Dabei verfügt das Unternehmen zur Zeit über drei Standbeine: Auftragssynthesen, Kataloggeschäft und Dienstleistungen. Alle Bereiche basieren auf Eigenproduktion, wobei das Kataloggeschäft und die Dienstleistungen durch Handelsware ergänzt werden. AppliChem-Produkte werden je nach Geschäftsbereich entweder im Direktgeschäft oder über Handelsorganisationen verkauft.
Vom Kunden werden verlässliche Produktinformationen erwartet und müssen auch durch gesetzliche Auflagen immer auf aktuellem Stand sein.
Das Projekt besteht in der Einführung eines Product Information Management Systems (PIM) der Firma jCatalog, das als zentrale Drehscheibe für alle beschreibenden Daten zu den Produkten dienen wird. Die bisher an unterschiedlichen Stellen gepflegten und teilweise redundant vorgehaltenen Daten werden im Zuge der Einführung des PIM konsolidiert.
Es werden bi- bzw. unidirektionale Schnittstellen geschaffen zu
- der Warenwirtschaft (SAGE Office Line Evolution)
- der Webpräsenz (mit Typo3 realisierte Website mit Webshop)
- dem derzeit mit 3B2 realisierten Katalogdruck
- evtl. einer Open Catalog Interface (OCI) Implementierung
Darüber hinaus wird das PIM so konfiguriert, dass
- Etikettendruck
- Kundenspezifische Preislistenerstellung
- CD-Erstellung
aus der einen zentralen Datenbasis und möglichst auch direkt aus dem PIM-System heraus möglich sind.
Vorrangiges Ziel ist die Reduzierung des internen Aufwands für die Pflege und Aktualisierung der Produktdaten sowie für die Datenausleitung zur Erstellung von Printkatalogen, CDs, Preislisten, Etikettendruck und für den Webshop.
Durch eine weitgehend redundanzfreie zentrale Datenhaltung und durch die Hinterlegung von klar definierten Workflows soll nicht nur der Zeitaufwand erheblich reduziert werden, sondern auch die kostenverursachende bisher hohe Fehlerquote bei Datenpflege und -ausleitung speziell für die Printkataloge drastisch gesenkt werden.
Die bisherige, sehr spezielle Datenstruktur soll durch die PIM-Einführung durch eine standardkonforme Struktur ersetzt werden, besonders hinsichtlich der Zuordnung der im Bereich der Chemie sehr komplexen Metadaten. Dies soll AppliChem in die Lage versetzen, seine Produktdaten auch in Zukunft mit überschaubarem Aufwand mit Kunden- und Lieferantensystemen verknüpfen zu können.
Eine vollständige Klassifizierung der Produkte nach der eCl@ss Klassifizierung im Zuge der Datenübernahme ins PIM wird diese angestrebte Offenheit für den Datenaustausch zusätzlich unterstützen.
Die immer wieder erforderlichen Massenänderungen von Metadaten, z.B. in Folge von Gesetzesänderungen, sollen erheblich vereinfacht werden durch die hierarchischen Klassifikationsstrukturen mit Vererbungsmechanismen wie sie im PIM möglich sind.
• Größere Flexibilität im Marketing durch einfacheren und schnelleren Zugang zu Produktdaten in unterschiedlichen Ausgabeformaten;
• Unterstützung des Kontakts mit Lieferanten und Kunden durch schnelleren und automatisierten Erzeugung von individualisierten Produkt- und Preislisten;
• Wettbewerbsvorteil durch zeitgemäße Produktpräsentation über verschiedene Schnittstellen
• Freistellung von Resourcen, die bisher durch den aufwändigen und fehlerträchtigen Prozess der Datenpflege und -ausleitungen, insbesondere bei der Erstellung der gedruckten Kataloge, gebunden waren.
• Zukunftssicherheit der Datenbasis durch standardkonforme Strukturen
Das Projekt startete im Juni 2010 und hat eine geplante Laufzeit von vier Monaten.