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Fruitline Bremen GmbH
Bremen, Bremen Logistik 5 Mitarbeiter Jahresumsatz: EUR 7,2 Mio. |
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Margret Steegmann, Inhaberin u. Geschäftsführerin FruitLine:
"Das PROZEUS-Projekt hat das Ziel die SCM-Prozesse zwischen unseren Geschäftspartner aus Großhandel und Frachtführern zu optimieren. Dadurch werden die Prozesskosten und Durchlaufzeiten erheblich reduziert. Durch diese WinWin-Strategie erwarten wir Sicherheits- und Wettbewerbsvorteile." |
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Partnerunternehmen:
Atlanta AG |
| Profil des Pilotprojekts | Ausgangslage & Zielsetzung | Projektverlauf | Fazit |
FruitLine ist ein im April 2004 Inhaber geführtes, mit zwei weiteren Mitarbeitern gegründetes Unternehmen, dass sich darauf spezialisiert hat, in der Obst- und Gemüsebranche Speditionsaufträge abzuwickeln, Touren zu optimieren, Transportleistungen einzukaufen oder zu verkaufen. Gekennzeichnet durch eine stetig wachsende Geschäftsentwicklung bietet FruitLine heute einen Fullservice 24/7.
Die Atlanta AG beschafft über ihre Tochter DFM (Direct Fruit Marketing) weltweit Obst und Gemüse und vertreibt die Ware europaweit unter Zuhilfenahme von 19 Distributionscentern oder direkt an Kunden in Deutschland und Europa. Für die logistische Kette ist unter anderem FruitLine als Logistikpartner eingebunden. Die IT-Leistungen werden von der Atlanta Informationssysteme GmbH erbracht.
Mit Hilfe des PROZEUS-Teilprojektes soll die auftragsbezogene Kommunikation zwischen Atlanta (Fruchtgroßhandel), FruitLine (Logistikdienstleister) und von FruitLine beauftragten Transportdienstleistern (z. B. RTS Roadrunner) optimiert werden. Hierzu werden u. a. standardisierte EANCOM-Nachrichtentypen eingesetzt, um die Geschäftsprozesse zwischen den beteiligten Partnern so weit wie möglich zu automatisieren und Rationalisierungspotenziale auszuschöpfen.
In einem dreistufigen Prozess soll die derzeit oftmals praktizierte papiergestützte Kommunikation per Fax durch einen elektronisch basierten Nachrichtenaustausch abgelöst werden. Zukünftig sollen mit Atlanta die Transportnachrichtentypen „Auftragseingang“ (INSDES) und „Transportstatus“ (IFCSUM) ausgetauscht werden. Darüber hinaus wird auch die Rechnungsabwicklung per EDI erfolgen.
Dabei steht in einem ersten Schritt die Verbesserung der Prozesse zwischen FruitLine und Atlanta im Mittelpunkt. Im weiteren Projektverlauf soll die Integration von Transportdienstleistern in den Gesamtablauf vorangetrieben werden. In einem dritten und letzten Schritt ist eine Verbesserung der elektronischen Anbindung von Atlanta an die Hafenbetriebe vorgesehen. Dieser Abschnitt ist nicht Bestandteil des PROZEUS-Projekts, sondern dient der Optimierung der Geschäftsprozesse zwischen Atlanta und den Hafenbetrieben.
Die manuelle Eingabe von Aufträgen in das ERP-System ist für den Logistikdienstleister FruitLine sehr aufwändig. Wenn zukünftig die Auftragseingänge elektronisch von Atlanta an FruitLine per INSDES (Instruction for Despatch) übertragen werden, entfällt die manuelle Eingabe auf Seiten von FruitLine. Der damit erhöhte Automatisierungsgrad führt zu einer Fehlerreduzierung und verbessert die Datenqualität. Auf Grund des Wegfalls von manuelle Eingaben in das IT-System, wird eine signifikante Zeitersparnis bei den Auftragseingängen auf Seiten von FruitLine erzielt. Dieses führt zwangsläufig zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Auf Grund des angestrebten Automatisierungsgrades im Bereich der logistischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse, können erhebliche Einsparungen im Unternehmen erzielt werden.
Des Weiteren verschafft sich FruitLine durch das PROZEUS-Projekt eine strategisch günstige Position, da derzeit Unternehmen aus der Obst und Gemüsebranche häufig noch nicht in der Lage sind per EDI zu kommunizieren. Mit dieser neuen Ausrichtung wird das Unternehmen den intensiven Verdrängungswettbewerb in der Logistikbranche besser bestehen können. Der Servicegrad gegenüber den Geschäftspartnern wird stark verbessert und damit die Kundenzufriedenheit deutlich erhöht.
Erwarteter Nutzen im Überblick:
• Beziehungen zu den Geschäftspartnern werden gestärkt und verbessert
• Abläufe werden beschleunigt
• Fehlerfreie Übermittlung ermöglicht die unmittelbare Weiterverarbeitung der Daten
• Prozesssicherheit wird durch vermiedene Medienbrüche gesteigert
• Relative Personalkosten werden reduziert, indem bei gleicher Mitarbeiterzahl der Umsatz gesteigert wird.
Das Projekt startete im Juli 2006 und wurde im November 2007 abgeschlossen.