Erweiterte Suche
Logo: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Durchgeführt von:
GS1 Germany Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH
Kooperationspartner
Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr
PRAXIS

Praxisberichte

Stammdatenmanagement: Automatisierung von Unternehmensprozessen

Systec GmbH

Münster, Nordrhein-Westfalen
Elektro/Elektronik
10 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 1,1 Mio.

Bernd Lohmann, Einkauf:

"Zur effektiven Nutzung von Teiledaten diverser Anbieter ist es notwendig, deren Daten möglichst automatisiert in die eigenen Systeme übernehmen zu können. eBusiness-Standards helfen uns dabei."

Die Ausgangslage

Alle Stammdaten und Bewegungsdaten sind in relationalen Datenbanken (Visual FoxPro bzw. SQL-Server) gespeichert. Es besteht uneingeschränkter Zugriff auch auf alle älteren Bewegungsdaten. Die Datenformate resultieren aus den Datenbanken, es bestehen umfangreiche Import- und Exportmöglichkeiten in allgemeine Austauschformate (Excel, Text, XML).

Zurzeit sind noch keine eBusiness-Standards eingeführt.
Stammdaten (Artikel und Adressen) und alle Vorgänge (Kundenaufträge, Einkaufsbestellungen, Fertigungsaufträge usw.) werden automatisch mit einer rein numerischen ID versehen.

Die Zielsetzung

Die Einführung eines Klassifizierungssystems dient in der Hauptsache zur Unterstützung der Entwicklung/Konstruktion. Hier besteht grundsätzlich die Notwendigkeit, auf inhaltliche Merkmale zugreifen zu können, die im normalen organisatorischen Bereich eines PPS kaum eine Rolle spielen. Bei der Konstruktion eines Antriebs ist es aber unumgänglich, den Motor z.B. nach Drehzahl und Drehmoment auswählen zu können. Die Ergänzung der PPS-Stammdaten mit Klassifizierung und Merkmalen reicht jedoch für die Entwicklung nicht aus. Hier ist es insbesondere notwendig, auch Teile außerhalb des PPS in die Konstruktion mit einzubeziehen, gerade der Aufwand für die Auswahl einer optimalen Komponente aus einem möglichst breiten Angebot kann durch die Nutzung eines Klassifizierungssystems deutlich verringert werden. Dies zum einen dadurch, dass Merkmalsdaten von Lieferanten übernommen werden können und aufgrund einheitlicher Strukturen auch leicht zwischen verschiedenen Quellen verglichen werden
können.

Zur effektiven Nutzung von Teiledaten (Stammdaten, aber insbesondere auch Klassifizierung und Merkmale) diverser Anbieter ist es notwendig, deren Daten möglichst automatisiert in die eigenen Systeme übernehmen zu können.
Gleichen Stellenwert hat für Systec aber auch die Möglichkeit, die eigenen Daten für den Datenaustausch zur Verfügung zu stellen. Hier geht es um die Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern. Systec bemüht sich zwar, möglichst nur komplette Baugruppen und Module einzukaufen, aber diese stammen in der Regel aus der eigenen Entwicklung. Systec muss also auf jeden Fall umfangreiche Informationen über alle verwendeten Bauteile zur Verfügung stellen.
Hinzu kommt, dass ein gewisser Anteil der notwendigen Bauteile von Systec eingekauft und dem Bestücker zur Verfügung gestellt wird. Die Aufteilung zwischen Beistellteilen und Teilen des Zulieferers ist dabei keineswegs starr, sondern erfolgt in einem Optimierungsprozess bezüglich Preis und Lieferzeit zwischen Systec und dem Zulieferer. Dies setzt voraus, dass Teiledaten, hier Preise und Hersteller-/Lieferantendaten mit wenig Aufwand auf der einen Seite zur Verfügung gestellt und auf der anderen Seite entgegengenommen werden können. Für diesen Bereich wird das Format BMEcat verwendet.

Der Austausch von elektronischen Geschäftsdokumenten tritt bei Systec in seiner Bedeutung hinter die beiden vorgenannten Bereiche zurück. Als hauptsächlich Systemlieferant fallen hier relativ wenige Geschäftsdokumente an. Auf der anderen Seite ist die Implementation z.B. von openTRANS mit verhältnismäßig wenig Aufwand in den aktuellen Prozess der Dokumenterstellung
des PPS zu integrieren.