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PRAXIS

Praxisberichte

Stammdatenmanagement: Automatisierung von Unternehmensprozessen

Systec GmbH

Münster, Nordrhein-Westfalen
Elektro/Elektronik
10 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 1,1 Mio.

Bernd Lohmann, Einkauf:

"Zur effektiven Nutzung von Teiledaten diverser Anbieter ist es notwendig, deren Daten möglichst automatisiert in die eigenen Systeme übernehmen zu können. eBusiness-Standards helfen uns dabei."

Das Ergebnis

Das Projekt umfasste die drei Bereiche Klassifizierung, Katalog und elektronische Geschäftsdokumente. Diese sind mehr oder weniger unabhängig voneinander. Das Projekt startete in all diesen Bereichen praktisch am Punkt "Null".

Klassifizierung mit eCl@ss
Zu Projektbeginn hatte Systec im PPS-System 6.700 unterschiedliche Artikel und keine Klassifizierung und Merkmalserfassung. Zum Abschluß des Projektes sind es 7.400 Artikel. Davon sind gut 2.400 klassifiziert und mit Merkmalen versehen. Der Klassifizierungsanteil von 1/3 scheint zunächst recht niedrig zu sein, aber die Anzahl der aktiven Teile (Lagerbewegung innerhalb des letzten Jahres) ist mit 1.800 Teilen noch deutlich geringer. Es kann davon ausgegangen werden, dass mittlerweile alle wichtigen Teile klassifiziert sind.

Kataloge mit BMEcat
Die Erzeugung von BMEcat-Daten aus den PPS-Daten inklusive Klassifizierung und Merkmalen wurde implementiert. Es war von Anfang an nicht geplant, Kataloge im eigentlichen Sinne zu erzeugen. Der Schwerpunkt vielmehr war es, umfangreiche einzelne Datenblätter zu bestimmten Teilen zu erzeugen, hier zunächst zu dem strategischen Produkt „DriveSet“. Dies ist im Wesentlichen gelungen.

Geschäftsdokumente mit openTRANS
Erzeugung und Import von OpenTrans-Dokumenten wurden wie geplant implementiert. Dieser Bereich nahm nur 15 % des Projekts in Anspruch und die Umsetzung verlief auch recht problemlos. Im Moment von Bedeutung ist lediglich der Bereich Erzeugung von Importdaten für die Fibu und Lieferavis (DISPATCHNOTIFICATION) bzw. Angebotsanforderung (RFQ).

Die Erfahrungen

Insbesondere bei der Neuanlage von Teilen spielt die Klassifizierung und Merkmalserfassung eine große Rolle. Der neu im PPS implementierte Mechanismus zur Neuanlage von Teilen durch Auswahl der Klasse (eCl@ss) und Erfassung der Merkmale bietet einen höheren Automatisierungsgrad (automatische Verknüpfung mit Lieferanten, Dokumenten, teilweise auch Stücklistengenerierung usw.) zusammen mit einer einheitlicheren Benennung und der automatischen Verhinderung von ungewollter Erfassung von Duplikaten.

Die Bereiche Klassifizierung und Merkmalserfassung bringen dem Unternehmen zur Zeit den größten Nutzen. Insbesondere immer dann, wenn dadurch weitere Bereiche automatisiert werden können wie z.B. Stücklistengenerierung, Arbeitspläne, Lieferanten, Dokumente usw. Dies erfordert jedoch jeweils eine klassenbezogene Programmierung innerhalb des PPS. Und damit bleibt es eine permanente Aufgabe für die Zukunft, für immer mehr Klassen eine solche Unterstützung zu bieten. Allerdings kann es nicht Ziel sein, für alle Klassen eine klassenspezifische Behandlung zu implementieren, Aufwand und Nutzen müssen in jedem Einzelfall abgewogen werden.

Die Zukunft

Neben den oben beschriebenen Aussichten für eCl@ss sollen BMEcat-Daten zukünftig für den Austausch mit externen Dienstleistern/Lieferanten eingesetzt werden. Für den Bereich mechanische Bearbeitung hat Systec seit einiger Zeit einen neuen Partner in Bulgarien, bei dem durchaus die Aussicht besteht, dass die Vorstellungen bezüglich der kompletten elektronischen Auftragsabwicklung durchgesetz werden können.
Die Erzeugung von Datenblättern wird auf weitere Teilegruppen ausgeweitet werden. Im Moment steht die Neuorganisation der Motorsteuerungen an. Angedacht ist BMEcat auch für die Erzeugung von Preislisten.

Im Bereich openTRANS gibt es konkrete Überlegungen, die Erzeugung der normalen Geschäftsdokumente wie Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung insgesamt umzustellen auf die Basis von openTRANS-XML-Daten, um die Erzeugung der Dokumente über die REPORT-Funktionen des Datenbanksystems im PPS abzulösen.