Ausgangslage & Zielsetzung
Das Projekt soll feststellen, ob sich die oben genannten Punkte mit RFID optimieren lassen. Dazu wird die RFID Technik entlang der gesamten Lieferkette von SB-Fleisch und Wurstwaren von der Produktion der Firmen Brandenburg und Krause-Meat über die Niederlassung bis hin zum Markt inkl. Behältermanagements getestet. Für die Identifikation der Transportbehälter kommt der Standard EPC (Electronic Product Code) zum Einsatz.
Um Optimierungspotentiale der RFID-Technologie heben zu können, muss die Technologie im jeweiligen Umfeld einwandfrei funktionieren. Da frische Waren wie Fleisch, aber auch Obst oder Gemüse, einen hohen Wasseranteil haben, sich Wasser aber negativ auf die Lesequoten auswirken kann, lag der Fokus dieses Projektes zunächst auf der Feststellung der technischen Machbarkeit. Anschließend wurden Prozessoptimierungspotentiale entlang der Wertschöpfungskette identifiziert.
Den Kern der Untersuchung bildete das RFID-Pilotprojekt. Hierzu wurde auf den verschiedenen Stufen der Lieferkette RFID Komponenten installiert und über 15.000 Fleischkisten mit RFID Transpondern ausgestattet und in einen definierten Umlauf gebracht. Die Transponder wurden hierzu entweder in den Kistenboden integriert oder per Smart-Label auf die Kisten aufgeklebt.
Entlang der Lieferkette wurden im REWE-Zentrallager und in den Einzelhandelsmärkten sowohl der Wareneineingang (WE) als auch der Warenausgang (WA) automatisiert. Während im Zentrallager stationäre RFID-Lesetore zum Einsatz kamen, wurden in den Märkten sowohl Lesetore als auch mobile RFID-Reader getestet. Auf Seiten der Lieferanten wurde nur der Warenausgang betrachtet, bei dem stationäre Lesetore verwendet wurden. Das Tracking und Tracing des Kistenumlaufs wurde mit den EPCglobal Standard GRAI und dem EPCIS Datenmodell ermöglicht.