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PRAXIS

Praxisberichte

RFID/EPC-Einsatz auf Frischekisten

Krause Meat International Food Production GmbH

Lüneburg, Niedersachsen
Branche: Food
40 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 18 Mio.

Bernd Kasprack, Betriebsleiter:

"Ich war überrascht, wie technisch ausgereift und einsetzbar die RFID-Technologie heute schon ist. Nach Installation des Lesetores wurden automatisch Daten erhoben, ohne dass unsere Mitarbeiter ihre Arbeitsschritte verändern mussten. Die höhere Transparenz in der Lieferkette konnte ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand erzielt werden.“ Bernd Kasprack, Krause Meat"

Partnerunternehmen:

REWE Group

Das Ergebnis

In dem Projekt wurden über die gesamte Supply Chain erfolgreich verschiedene RFID Technologien wie RFID Tore, Mobile RFID Handheld und RFID Transponder an Behältern eingesetzt. Um die Projektziele zu erreichen, wurden Transportbehälter mit EPC/RFID-Transpondern (UHF) versehen und am Ende der Kommissionierung und bei den Warenaus- und –eingängen automatisch erfasst. Durch Reduzierung manueller Erfassungsaufwände konnten an unterschiedlichen Prozessstufen Kosteneinsparungen erzielt werden.

Identifikation der Behälter:

• An allen Identifikationspunkten der Lieferkette konnten die Behälter mit nahezu 100 % identifiziert werden.
• Pulk-Identifikation, z.B. Leergutrückführung, mit bis zu 200 Kisten an einem stationären RFID Tor erfolgte zu 100 %.
• Die Reinigung von Behältern hat keinerlei Auswirkungen auf die Identifikation der Behälter gezeigt.
• Mittels des EPCIS Datenmodells von EPCglobal ist eine Rückverfolgbarkeit von Behältern möglich.

Prozessoptimierungspotenziale:

• Automatischer Abgleich zwischen Lieferavis und Bestellung mittels EDI und RFID im Wareneingangs-Lager senkt den Aufwand bei der Vereinnahmung der Ware
• RFID gestütztes Behältermanagement ermöglicht eine automatische Bestandsführung und schafft Transparenz für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Bestände
• RFID gestützte, automatische Identifikation und Protokollierung des Behälterflusses kann die Sendungsverfolgung unterstützen
• RFID/EDI gestützter Wareneingang/Feinkontrolle durch den automatischen Abgleich von Bestellung/Lieferung (Case Tagging) reduziert den Aufwand für die Warenvereinnahmung in den Märkten
• Durch den Einsatz von Klappkisten im Rahmen der innerbetrieblichen Logistik sind Platzeinsparungen im Lager, Markt und LKW sowie eine bessere Ausnutzung der Fuhrpark-Kapazitäten möglich

Die Erfahrungen

Die UHF-RFID-Transponder nach den Standards von EPCglobal haben sich bewährt – obwohl der hohe Feuchtigkeitsgehalt in der Frischelogistik eine Herausforderung darstellt.

Trotz des großen Wasseranteils in den Fleisch- und Wurstwaren ließen sich die Transponder zu fast 100 % auslesen. Selbst der Faktor, dass die Transportkisten häufig gereinigt werden müssen, beeinflusste die Identifikationsquote nicht. Die technische Machbarkeit ist demnach gegeben.

Um die einzelnen Leseereignisse aus den verschiedenen Ebenen der Lieferkette und der rückwärtigen Logistik zu speichern, eignet sich der international abgestimmte EPCIS-Standard.

Die Zukunft

Das Ergebnis der Untersuchung „EPC/RFID in der Mehrweg-Frischelogistik“ spricht also für sich: Es kann weitere Firmen zum Nachdenken über EPC/RFID-Pilotprojekte motivieren, um auch die eigenen Prozesse effizienter zu gestalten.