Erweiterte Suche
Logo: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Durchgeführt von:
GS1 Germany Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH
Kooperationspartner
Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr
PRAXIS

Praxisberichte

Produktinformationsmanagement: Optimierung der Stammdaten für elektronische Produktkataloge

Renner GmbH

Maulbronn-Schmie, Baden-Württemberg
Maschinenbau/Anlagenbau
30 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 3,7 Mio.

Karin Renner, Geschäftsführerin:

"Von der Einführung der geplanten eBusiness-Anwendungen erhoffen wir uns eine Reduzierung des manuellen Aufwands und der Bearbeitungszeiten sowie eine Steigerung der Servicequalität für unsere Kunden."

"Wir sind auf dem richtigen Weg!"

Das Projekt wurde mit geringer Zeitverzögerung erfolgreich abgeschlossen.

Das Ergebnis

Durch die Einführung der eBusiness-Anwendung im Rahmen des 9 monatigen PROZEUS-Praxisprojekts „Prozessoptimierung durch Stammdatenmanagement“, ist die Firma Renner nach Ablauf der Projektphase in der Lage, Ersatzteillisten und Datenblätter für ca. 6000 Produkte (22.000 Artikel) und Produktvarianten auf Knopfdruck „on-the-fly“ mehrsprachig zu erzeugen. Flexibilität in Umfang und Darstellung von Produktdaten konnte durch den Einsatz des Layout-Programm XSLfast (jCatalog) erzielt werden. Die Layouts können im Unternehmen selbst, schnell und flexibel erstellt werden.

Es konnte nicht nur eine Reduzierung des manuellen Aufwands, sowie der Bearbeitungszeit erzielt werden, sondern eben auch die damit verbundene Steigerung der Servicequalität für alle Kunden rund um den Globus.
Das eingeführte PIM-System (jCatalog) ermöglicht den Vertriebs-Mitarbeitern intern, welche die entsprechenden Produktdaten z.B. zur Angebotserstellung benötigen, von jedem Arbeitsplatz den Zugriff auf die zentralen, konsistenten und aktuellen Daten.

Parallel zu der bereits bestehenden Renner-Klassifikation wurden alle Produkte zusätzlich noch nach eCl@ss 5.1.3 klassifiziert. Durch die Einführung dieses Klassifikationsstandards sowie des Standard-Katalogformats BMEcat 1.2 ist die Firma Renner nun auch in der Lage ihre Produkte in die elektronischen Beschaffungssysteme ihrer Kunden einzubringen und Neukunden über Marktplätze und Beschaffungsportale zu erreichen. Die Möglichkeit der Bereitstellung von Produktdaten klassifiziert nach eCl@ss 5.3.1, im BMEcat 1.2 Format war bisher noch keine direkte Kundenforderung – „gibt aber ein gutes Gefühl für die Zukunft“.

Der vorgesehene Zeit- und Kostenrahmen war äußerst knapp und wurde nur geringfügig überschritten

Die Erfahrungen

Durch die Unterstützung des Fraunhofer IAO konnte eine effiziente Einarbeitung in das Thema PIM erfolgen. Auch bei der Erstellung des Pflichtenhefts, sowie des Zeit- und Kostenplans war es sehr hilfreich, von den bisherigen Erfahrungen des Fraunhofer IAO bei der Konzeption, Auswahl und Einführung von PIM-Lösungen zu profitieren. Aufgrund der geringen Größe des Unternehmens und der starken Einbindung in die operative Alltagsaktivitäten war es den Mitarbeitern der Abteilung Technische Dokumentation bislang nicht möglich sich tiefer gehend mit der Thematik elektronisches PIM und CMP zu beschäftigen. Obwohl offensichtlich war, dass für die Bereitstellung der verschiedenen Ausgabemedien, insbesondere der neuen Medien eine Lösung gefunden werden musste, fehlte die notwendige Zeit bzw. freie Ressourcen. Ohne die Beauftragung externer Dienstleister, wäre die Durchführung eines solchen Projektes, schon gar nicht in diesem Zeitfenster, möglich gewesen.

Trotzdem erschien der vorgegebene Zeitrahmen für die Einführung des PIM inklusive der Pflege aller Produktinformationen zunächst noch sehr eng, dies hat sich aber im Verlauf des Projekts zur Zielerreichung eher als positiv herausgestellt.

Feste Terminabsprachen und Einhaltungen sind ebenso wichtig wie kurze Wege, schnelles Handeln und eine klare Zielführung. Ein solches Projekt darf nicht nur als ein „Nebenher“ zum Tagesgeschäft gesehen werden, sonder muss einen festen Platz im Alltag einnehmen und Unterstützung aller am Projekt beteiligten Personen erhalten.

Die Unterstützung durch PROZEUS hat sich ebenfalls sehr positiv auf die erfolgreiche Projektdurchführung ausgewirkt.

Die Zukunft

Zukünftig plant das Unternehmen Renner den Ausbau und Aufbau weiterer eBusiness-Anwendungen wie:
- Aufbau eines Konfigurators (Pumpenauswahl)
- Bereitstellung elektronischer Produktkataloge für Zwischenhändler und elektronische Märkte.
- Mehrsprachige Aufbereitung und Darstellung von Produktdaten für eine Unterstützung der landesspezifischen Abwicklung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten.
- Erreichen neuer Interessenten- und Kundengruppen durch die Nutzung innovativer Technologien und Lösungsansätze, wie z.B. eShop, elektronische Märkte, elektronische Produktkataloge für eProcurement-Systeme.

Es wird sicherlich noch einige Monate / Jahre in Anspruch nehmen diese weiterführenden Ziele zu erreichen, die Weichen bzw. der Grundstein dafür sind jedenfalls mit der Einführung dieser PIM-Lösung jetzt bereits gestellt.