Ausgangslage & Zielsetzung
Das Produktdatenmanagement im Befestigungszentrum Reidl e. K. ist zum aktuellen Zeitpunkt ein eher wenig strukturierter Prozess. In der Regel wird der Bedarf einer Artikelanlage durch die Bedarfsträger im Unternehmen – vor allem dem Einkauf – angemeldet. Meist stehen bereits durch Lieferanten bereitgestellte Katalog- oder Produktdaten bereit. Diese Daten werden der IT Abteilung bereitgestellt, welche die Daten in ein für die Warenwirtschaft geeignetes Format aufbereitet und anschließend die gewünschten Produkte importiert. Darüber hinaus steht es den Mitarbeitern frei, selbst Artikel durch manuelle Eingabe anzulegen. Durch diese Vorgehensweise vergeht abhängig von der Auslastung der Abteilung IT unweigerlich viel Zeit bis neue Produkte in den Handel gebracht werden können.
Durch die Vielzahl von Lieferanten ist in einigen Produktbereichen (z. B. Elektrowerkzeuge) Überschneidungen gegeben. Durch die enorme Bandbreite an Produkten ist es den Mitarbeitern nur nach intensiven Produktschulungen möglich Produkte nach gewünschten Parametern zu identifizieren. Da momentan, bedingt durch die eingesetzte Warenwirtschaft, keine Klassifikationssysteme genutzt werden können, ist der Aufwand für die Produktrecherche mit einem hohen Aufwand verbunden.
Im Vergleich zum Istzustand werden die Artikelstammdaten im ERP System nur noch in einer reduzierten, für das „In-den-Verkehrbringen“ notwendigen Struktur gehalten. Diese besteht aus einem Artikelrumpf für den Andruck auf Positionsebene sowie den Lieferantenverbindungen zur Unterstützung des Beschaffungswesens. Der Großteil an Detailinformationen ist in das PDM System zu überführen und fortan dort zu pflegen. Gleiches gilt für die angehängten Daten, wie Technische Beschreibungen und Bilder.
Zum Zwecke der Aufbewahrung im PDM System ist eine Migration verschiedenster Artikeldaten auf ein dem BMEcat 2005 angelehntes Datenbankmodell durchzuführen.
Durch das Bereitstellen eines vom ERP System unabhängigem zentralen Artikelstamms wird der schnelle Zugriff und die Recherche in Artikelinformationen möglich. Durch die Artikelvielfalt wird es möglich Kataloge in verschiedenen Ausprägungen (Print, Elektronisch, Shop) auszuleiten. Hierfür werden ebenso an das BMEcat 2005 angelehnte XML Datenstrukturen eingesetzt.
Durch das Bereitstellen von Artikeldaten in Marktplätzen, Onlineshops, etc. ist es erforderlich bei eingehenden Bestellungen zu prüfen ob alle gewünschten Artikel bereits im ERP zum Handeln bereitstehen. Im Falle von openTRANS Bestellungen muss dies automatisch erfolgen. Im Falle von Telefonaufträgen, etc. Ist eine Meta-Auftragsmaske erforderlich, welche die Bestellung in der Warenwirtschaft anlegt und dabei notwendige Artikel zuvor automatisch anlegt.