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Befestigungszentrum Reidl e. K.
Hutthurm, Bayern Produktionsverbindungshandel 14 Mitarbeiter Jahresumsatz: EUR 2,4 Mio. |
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Bernhard Werner, Leiter IT/E-Business:
"Durch die strategische Bedeutung erwarten wir durch den Einsatz von eBusiness-Standards (BMEcat, openTRANS, eCl@ss) den Grundstein für weiteres erfolgreiches Wachstum zu legen und unsere Kompetenz im Bereich eBusiness zu stärken." |
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| Profil des Pilotprojekts | Ausgangslage & Zielsetzung | Projektverlauf | Fazit |
Das Unternehmen Befestigungszentrum Reidl e. K. wurde im Jahr 1992 von Richard und Christine Reidl in Niederpretz (Gemeinde Hutthurm) gegründet. Um kein zu großes Risiko zur Geschäftsgründung einzugehen, konnte sich das Unternehmen in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb niederlassen. In den darauf folgenden Jahren, wurden die Räumlichkeiten nachhaltig umgebaut um dem wachsenden Bedarf und Nachfrage gerecht zu werden. Die Arbeiten konnten schließlich im Jahr 1999 abgeschlossen werden. Mit der somit geschaffenen baulichen Grundlage konnte das Unternehmen sich jährlich vergrößern und beschäftigt in 2010 14 Mitarbeiter.
1998 konnte sich das noch junge Unternehmen dem Einkaufsbüro deutscher Eisenwarenhändler (E/D/E) anschließen und erlangte somit Zugriff auf über 40.000 Artikel (z. B. aus den Bereichen Werkzeug, Betriebsausstattung, technischer Handel, Sanitär- und Gartentechnik), welche zum Teil binnen 24 Stunden zu den Kunden geliefert werden können.
Nach der Jahrtausendwende widmet sich das Unternehmen mehr und mehr dem elektronischen Handel. Schon 2001 konnte der erste Webshop für Privat- und Geschäftskunden mit einem Großteil des Befestigungsportfolios veröffentlicht werden, welcher sich seither und nun in der dritten Version steigender Beliebtheit erfreut.
Angespornt durch den Erfolg des elektronischen Handels wurden nach und nach weitere elektronische Systeme entwickelt, welche die Kunden bei deren Beschaffungsprozessen unterstützen. Bedingt durch stetiges Wachstum wurde im Sommer 2009 mit dem Neubau eines großzügigen Büro-, Lager- und Verkaufgebäudes im benachbarten Hutthurm begonnen. Dort werden seit 2010 die Kunden getreu dem Firmenmotto „Zuverlässigkeit verbindet“ beraten und bedient und bieten dem Unternehmen Raum für weiteres Wachstum.
Durch die Umsetzung eines Produktdatenmanagementsystems soll ein Content Management System für Produktdaten unter Einbeziehung offener Standards geschaffen werden, welches die eigene eBusiness und eProcurementfähigkeiten langfristig prägen und stärken soll.
Gerade als kleines mittelständisches Unternehmen sollen Systeme wie das unten beschriebene die Flexibilität auf immer schneller werdenden Märkten und wechselnde Kundenanforderungen bereitstellen, welche erforderlich ist unter erschwerten Wettbewerbssituationen nachhaltig schlagkräftig sein zu können.
Das Befestigungszentrum Reidl bezieht Waren und Dienstleistungen von ca. 30 Primärlieferanten, welche im Hinblick auf Katalog- und Transaktionsstandards über unterschiedlichen technischen Kenntnisstand und Fähigkeiten verfügen. Gerade das zunehmende Internetgeschäft der letzten Jahre, sowie die Beteiligung an offenen elektronischen Marktplätzen (Mercateo, Amazon) trug im Unternehmenzu einer erheblichen Sensibilisierung im Bereich des Content Management von Produkt- und Katalogdaten sowie der elektronischen und automatisierten Abwicklung von Geschäftsprozessen bei.
Durch den Umstand, dass die Fähigkeiten des eingesetzten ERP Systems, Produktdaten qualitativ hochwertig pflegen zu können, nicht ausreichen, wuchs der Gedanke ein eigenes Produktdatenmanagementsystem zu entwickeln. Nach Betrachtung einiger kommerzieller Lösungen wurde schnell klar, dass diese Lösungen vom Umfang her sehr mächtig, aber für das kleine Unternehmen nur schwer umfänglich nutzbar wären.
Aus der Not heraus, BMEcat Daten einiger Lieferanten im eigenen Webshop darstellen zu können, erwuchs eine erste Importkomponente, welche Artikeldaten im ERP System anlegen konnte. Hierdurch wurden mittels kürzester Zeit an die 100.000 Artikel in das ERP System eingelesen. Dies führte jedoch im Umkehrschluss dazu, dass sich im ERP innerhalb kürzester Zeit ein Wildwuchs verschiedener Hersteller und deren Artikel wiederfanden, die nur bedingt vernünftig durchsucht werden konnte. Darüber hinaus wird von den vielen 100.000 Artikeln nur ein Bruchteil aktiv gehandelt.
Aus der zuvor beschriebenen Historie sowie den stetig wachsenden Kundenforderungen seitens der Onlinemarktplätze, aber auch der Industrie wurden folgende Lasten identifiziert, welche es in einem idealtypischen Produktdatenmanagementsystem wiederzufinden sein müssen:
- Import von Massendaten aus verschiedensten Datenquellen in ein vom ERP in erster Instanz abgekoppeltes System.
- Speicherung von Multimediadaten (auch in Hinblick auf Sicherheits und Verfahrenstechnische Behandlung der Produkte).
- Sichtung und Bewertung der importierten Datenquellen.
- Zusammenstellen mehrerer Artikelquellen zu eigenen Katalogen.
- Medienneutrales Bereitstellen der Kataloge.
- Exportfunktionen und -Schnittstellen zur Erzeugung von einfachen PDF Katalogen.
- Anlehnung des Datenbankmodells an den BMEcat 2005 Standard.
- Bereitstellen einer Datenbasis für Onlinemedien.
- Ablösen des ERP Systems in der Aufgabe als Produktdatenpflegeinstanz.
- Erweitern der Orderschnittstellen, so dass nicht-ERP Artikel zum Bestellzeitpunkt dort angelegt werden und somit die Datenbasis des ERP Systems minimiert werden kann.
- Abbildung der oben beschriebenen Pflegemöglichkeiten im Browser, dadurch Plattformunabhängigkeit.
- Schaffen von Möglichkeiten zur Pflege und Recherche in Klassifikationssystemen
- Bereitstellen der gesammelten Produktdaten in Anwendungen des eBusiness.
Das Projekt startete am 01.03.2010 und hat eine geplante Laufzeit von 10 Monaten.