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PRAXIS

Praxisberichte

Stammdatenmigration und Produktklassifizierung mit eCl@ss

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LCP Laser-Cut-Processing GmbH

Kraftsdorf, Thüringen
Elektro/Elektronik
25 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 2,0 Mio.

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Daniel Störzner, Assistent der Geschäftsleitung:

"Die Einführung eines neuen ERP-Systems bietet für uns die Möglichkeit, unsere Stammdaten klassifiziert aufzubereiten."

Die Ausgangslage

Es wird ausschließlich auf Kundenauftrag gefertigt. Die Fertigung arbeitet im 3-schicht Betrieb. Ein Teil der Aufträge muss sehr kurzfristig realisiert werden und besitzt einen Einmaligkeitscharakter. Die Laufzeit eines Auftrages ist oftmals kürzer als eine Woche, teilweise auch nur einen Tag. Das Auftragsvolumen liegt teilweise unter 100 Euro.

Im Vertrieb wird vorrangig mit Dummyartikeln gearbeitet, die nur eine grobe Zuordnung zu den Fertigungsbereichen zulassen. In der Beschaffung werden teilweise neue Artikel angelegt, da die Suche auf Grund von Eingabefehlern oder nichteinheitlichen Standards kein Ergebnis gebracht hat. Die Stammdaten werden von der Abteilung Beschaffung angelegt und gepflegt. Es besteht trotzdem die Gefahr einer redundanten Datenhaltung. Für die Nachpflege der Stammdaten ist ein hoher Zeitaufwand nötigt. Die notwendige Zeit ist dafür häufig nicht vorhanden.

Die Stammdaten (Artikel-, Kunden-, Lieferanten- und Unternehmensstammdaten wie bspw. Zahlungs- und Lieferbedingungen) werden im OCeasy erfasst und gepflegt. Als Bewegungsdaten werden die Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen sowie Bestellungen und Lieferscheine der Beschaffung im OCeasy erfasst und gepflegt. Mit dem Synchronisationslauf werden die Artikel-, Kunden- und Lieferantenstammdaten und die Bewegungsdaten Aufträge und Lieferscheine in die Aufgabendatenbank übertragen. Da bei jedem Lauf alle Daten neu vollständig übertragen werden, steigt der Aufwand mit zunehmendem Datenbestand ständig. Die Synchronisation benötigt derzeit pro Lauf ca. 3 Minuten und wird mindestens 5-mal pro Tag ausgeführt. Während der Synchronisation ist die Arbeit mit beiden Systemen nicht möglich.

Die Zielsetzung

Ausgehend von den vorhandenen Geschäftsprozessen und der eingesetzten Software in der Auftragsverwaltung und Produktionssteuerung ist der Einsatz eines neuen integrierten ERP–Systems zwingend notwendig um die internen Betriebsabläufe effizienter zu gestalten.

Daneben ist es notwendig die Weichen für eine einheitliche Datenbasis für Kommunikation mit der Außenwelt zu schaffen. Zukunftsträchtig für die LCP GmbH wird hier die verstärkte Nutzung des Internetportals zur Kundenbetreuung bzw. die Bereitstellung des Leistungsangebotes in klassifizierter Form im Internet gesehen.

Diese beiden groben Anforderungsrichtungen externer und interner Bedürfnisse haben als gemeinsame Voraussetzung ein effektiv gestaltetes Stammdatenmanagement. Die Eigenschaften eines solchen Datenmanagements müssen darin bestehen, dass jegliche Datenredundanzen vermieden werden, die Datenerfassung einfach und schnell immer nur genau einmal an dem Ort ihrer Entstehung ermöglicht wird und die Datenpflege, -suche und -auswertung aus Anwendersicht optimiert ist. Unter Berücksichtigung zukünftiger Möglichkeiten des Datenaustauschs muss die Datenhaltung medienneutral erfolgen.

Im Wesentlichen besteht somit das aktuell angestrebte Ziel darin, eCl@ss als Klassifizierungsstandard in der LCP GmbH einzuführen. Es wird angestrebt das Leistungsspektrum der Lasermaterialbearbeitung detailliert, aber gleichzeitig standardisiert zu beschreiben.

Lcp Zielsetzung