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PRAXIS

Praxisberichte

Gemeinsame Prognose (Joint Forecasting)

Kurt Kränzle KG und INTERSPORT Deutschland eG

Kirchenlamitz, Bayern
Sportartikel
21 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR k.a. Mio.

GS1 Germany, Projektleitung:

"Die Umsetzung einer gemeinsamen Prognose von Abverkäufen oder Bestellmengen hilft, besser zu disponieren, Bestände zu reduzieren und Umsatzsteigerungen zu erreichen."

Partnerunternehmen:

INTERSPORT Deutschland eG

Das Ergebnis

Das Projekt Joint Forecasting hat den Partnern gezeigt, dass noch Spielraum zur Verbesserung der Geschäftsbeziehungen besteht. Beide Partner müssen dafür allerdings die Rahmenbedingungen schaffen, die einen höheren Automatisierungsgrad überhaupt erst ermöglichen. Mit der Weiterentwicklung der warenwirtschaftlichen Prozesse und Systeme, aber auch der Flächenbewirtschaftungskonzepte wird in den folgenden Jahren noch eine Vielzahl gemeinsamer Aktivitäten notwendig sein. Kränzle konnte sich mit dem Projekt eine Basis für Folgeprojekte erarbeiten.

Die Erfahrungen

Kränzle erarbeitete erstmalig detailliert Sortimentsvorschläge für einen Kunden, nahm also einen Teil der klassischen Handelsfunktion wahr. In dem Zusammenhang erkannte man, dass die Kenntnis über das Produkt ein noch entscheidenderen Vorteil in der Argumentation gegenüber dem Handel darstellt, als man es geglaubt hatte. Bei der Vielfalt der Sortimente insbesondere im Sportfachhandel kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass der Einkauf auch tatsächlich alle Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte kennt bzw. beurteilen kann.
Es existierten keine cross-funktionalen Teams bei INTERSPORT. Die Steuerung des Projekts erfolgte ausschließlich über den EDV-Bereich, obwohl das Projekt über den Einkauf ausgewählt wurde. Insgesamt stellt sich heraus, dass eine intensive Zusammenarbeit mit dem Einkauf und der Logistik für den Projekterfolg unerlässlich ist.
Es bestanden stark unterschiedliche Nutzungsgrade der EDV bei den einzelnen Mitgliedern. Die Anwendungsfelder von INTERSYS werden - zumindest basierend auf den Ergebnissen bei den Projektbeteiligten - nicht ausreichend ausgeschöpft. Das System wird im Schwerpunkt lediglich als Bestellsystem verwandt.

Die Zukunft

In dem Zusammenhang hat Kränzle erkannt, dass zusätzliche Kompetenzen über das Handelsgeschäft notwendig sind, um in Zukunft bei INTERSPORT - und auch darüber hinaus - erfolgreich zu sein. In weiten Teilen der modischen Textilindustrie ist die „Vertikalisierung“ schon seit Jahren ein Thema. Nun nimmt auch für INTERSPORT und damit natürlich auch für Kränzle die Bedeutung dieser Konzepte zu.Es existierten keine cross-funktionalen Teams bei INTERSPORT. Die Steuerung des Projekts erfolgte ausschließlich über den EDV-Bereich, obwohl das Projekt über den Einkauf ausgewählt wurde. Insgesamt stellt sich heraus, dass eine intensive Zusammenarbeit mit dem Einkauf und der Logistik für den Projekterfolg unerlässlich ist.