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hünersdorff GmbH
Ludwigsburg, Baden-Württemberg Kunststoff-Fertigung 92 Mitarbeiter Jahresumsatz: EUR 12,5 Mio. |
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Jochen Entenmann, Leiter IT:
"Durch die Einführung der eBusiness Anwendungen und Standards bieten wir den hünersdorff Kunden und Interessenten den Service den sie heutzutage von einem modernen und innovativen Unternehmen erwarten dürfen. Durch gestraffte und automatisierte Geschäftsprozesse erhöhen wir unsere Servicequalität bei reduzierten Prozesskosten." |
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Durch den Abschluss der PROZEUS Projekte im September 2011 ist hünersdorff nun in der Lage, seine Kunden in der Industrie, wie die im Handel bestmöglich zu betreuen. So ist es im Laufe des 21 monatigen Projektes gelungen, erstmalig konsistente und aussagekräftige Stammdaten aller Artikel in nie da gewesener Qualität zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Stammdaten und der neu entwickelten Website, in aktuell 4 Sprachen, ist es nun möglich ganz neue Marktsegmente zu erschließen und den Export auf Länder auszuweiten die bisher nicht erreicht werden konnten. Mit der Anbindung von Partnershops über den „Commerce Connector“ konnte der Fachhandel geschützt und der Vertrieb über das Internet dennoch forciert werden.
Durch die Klassifizierung der Daten nach eCl@ss 5.1 sowie proficl@ss ist es möglich Einkaufsportale großer Unternehmen zu bedienen und Umsatzpotenziale in diesem Bereich zu erschließen.
Es stellte sich heraus, dass das Unternehmen den Aufwand für verschiedene Subprojekte in dem doch sehr umfangreichen Gesamtprojekt unterschätzt hatte. So erwies sich die Erstellung des Pflichtenheftes als komplexer und zeitaufwändiger als angenommen, da es immer wieder unvorhergesehene Probleme mit den Abhängigkeiten der verschiedenen Teilprojekte gab (Dominoeffekt– eine Änderung zog eine andere nach sich). Dies macht andererseits deutlich, wie sinnvoll die strukturierte Vorgehensweise im Rahmen der PROZEUS-Regularien war, da hierdurch der im Vorfeld unterschätzte Aufwand realistischer eingeschätzt und geplant werden konnte. Auch die Festlegung des Zeitplanes ist durch die Abstimmung und Koordination der Dienstleister eine nicht zu unterschätzende Herausforderung (z.B. personelle Kapazitäten der Dienstleister, sehr optimistische Terminzusagen, um Aufträge zu erhalten, Sicherstellung des Einsatzes der auch zukünftig aktuellen Softwarereleases). Als mittelständische Firma mit einer für die Unternehmensgröße zwar nicht kleinen, aber mit zwei Mitarbeitern absolut gesehen auch nicht großen IT-Abteilung, war der Umfang des gesamten Projektes (Projektleitung, Abstimmung der Dienstleister und internen Mitarbeitern) erheblich. Für das nächste Projekt in dieser Größenordnung wäre es sinnvoll, vorab professionellere Projektmanagementstrukturen zu implementieren. Auch ein großzügiger bemessenes Zeitbudget des Projektleiters unter Berücksichtigung des Tagesgeschäfts und der sonstigen Aufgaben könnten die Effizienz der praktischen Umsetzung der Projektschritte, deutlich erhöhen.
Durch das PROZEUS-Projekt wurde das Verständnis für die Verwendung von eBusiness-Standards wie BMEcat und eCl@ss/proficl@ss geweckt, sowie das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Qualität von Stammdaten bis in die Fachabteilungen hinein getragen. Dies wird ein wichtiger Grundstein für die Zukunft sein, um weitere Kunden und Marktplätze zu erschließen.
Die Erstellung der BMEcat Dateien soll noch weiter automatisiert werden. Aktuell stehen zwar die Quelldaten für die BMEcat Datei automatisiert zur Verfügung, die Software zur Erstellung der XML Datei muss jedoch von Hand bedient werden. Wenn diese per Kommandozeile zeitgesteuert erstellt werden könnte wäre dies nochmals eine große Zeitersparnis. Mittlerweile müssen durch die verschieden Sprachen ca. 5 BMEcat Dateien manuell erstellt werden.
Durch den neuen EDI Konverter auf XML Basis sollen weitere Kunden kostengünstig per EDI oder openTRANS angebunden werden. Auch die openTRANS INVOICE werden noch umgesetzt.
Den Katalog will hünersdorff bis zum Jahresende 2011 gedruckt haben. Basis hierfür sind nach wie vor die BMEcat-Daten mit den entsprechenden Mediendateien. Man hofft dann in Zukunft auf ein Web basiertes gehostetes PIM System in dem sämtliche PIM Daten gepflegt werden.
Das CRM System wird weiter ausgebaut werden und die schon vorhandenen Workflows zur Machbarkeitsprüfung neuer Produkte und Varianten in Einbeziehung der Abteilungen AV und QS aktiviert werden. Hierfür sind schon weitere Schulungen eingeplant wie auch für die individuellen Angebote aus dem CRM-System und die weiteren Funktionalitäten die momentan noch nicht im vollen Umfang genutzt werden.