PROZEUS Praxis - Hudora
Die primären Ziele des PROZEUS-Projektes liegen in der Optimierung der gesamten logistischen Prozesse und in einer signifikanten Erhöhung der Lieferqualität. Dabei stehen der Versandprozess und die Abwicklung der Beschwerden von Kunden über nicht oder zu spät gelieferte Sendungen sowie Fehlmengen im Fokus.
Des Weiteren sollen mittels integrierter, elektronischer Geschäftsprozesse zur Handelsseite die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht werden.
Gegenstand des Pilotprojektes ist eine Kombination aus verschiedenen logistischen eBusiness-Standards. Vorgesehen ist die Einführung des EAN128-Transportetiketts, des Lieferavis auf Basis der Nummer der Versandeinheit (DESADV) und der Transport-/ Speditionsauftrag (IFTMIN) an den Spediteur – sowie der Empfang und die Verarbeitung des Transportstatusberichtes (IFTSTA).
Im Zuge der Umsetzung will man sich seitens HUDORA auch mit dem Austausch der Artikelstammdaten (PRICAT) und dem Lagerbestandsbericht (INVRPT) auseinandersetzen. Es soll ebenfalls eruiert werden, inwieweit der Einsatz der RFID-Technologie die interne Logistik unterstützen kann.
Durch die Erhöhung der Lieferqualität und einem effizienteren Informationsmanagement werden die Kosten für die Reklamationsbearbeitung von Fehllieferungen, beschädigten Lieferungen und verlorenen Lieferungen erheblich reduziert. Die Rückverfolgung und die damit verbundene Recherchearbeit von Lieferungen wird durch eine automatisierte Verfolgung erleichtert. Jederzeit kann kurzfristig Auskunft über den Status der Lieferung gegeben werden. Außerdem erhöht sich die Beweisbarkeit von Sachverhalten gegenüber den Logistikdienstleistern durch zusätzliche Fotografien der Versandeinheiten und der LKW, auf die sie verladen wurden.
In Folge der Qualitätssteigerungen von Lieferungen und durch den neuen Service DESADV verbunden mit der Nummer der Versandeinheit (NVE), wird weiterhin insbesondere bei größeren Kunden eine höhere Zufriedenheit erreicht, da bei diesen die Abwicklung im Wareneingang stark vereinfacht und durch den Einsatz von Scannern zeitsparend durchgeführt werden kann. Hierdurch wird ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern generiert.
Das Projekt startete im August 2006 und wurde im Mai 2007 abgeschlossen.