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PRAXIS

Praxisberichte

Automatisierung des Materialflusses mit Hilfe von RFID/EPC und eCl@ss

Algi Matthias F _rber
Algi Seifenfabrik GmbH & Co. KG

Stockheim, Bayern
Chemie
43 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 5,5 Mio.

Algi Matthias F _rber
Matthias Färber, Geschäftsführung:

"Mit Hilfe von EPC/RFID und eCl@ss sollen Zulieferteile und eigene Produkte verschiedener Chargen eindeutig identifiziert und klassifiziert werden, um den Materialfluss in der Produktion zu verbessern."

Das Ergebnis

Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Nach Installation der RFID-Hardware im Oktober/November 2008 und dem Abschluss der Programmierarbeiten Anfang Dezember 2008 konnte das gesamte RFID-System in Betrieb genommen und erste Buchungsdaten mit dem ERP-System ausgetauscht werden.

Die Klassifizierung der Verkaufsartikel mittels eCl@ss konnte nach erfolgreicher Einstiegsberatung durch Mitarbeiter der Geschäftsstelle eCl@ss e.V. ebenfalls im gesetzten zeitlichen Rahmen realisiert werden.

Mit PCO (Personal Computer Organisation GmbH & Co. KG, Osnabrück) fand sich im Mai 2008 ein geeigneter Projektpartner, mit dessen Erfahrung passende RFID-Geräte bestellt werden konnten. Der bereits vorhandene AUTOID-Server war in der Lage alle angeschlossenen RFID-Reader und RFID-Gates datentechnisch anzubinden.

Die Erfahrungen

Aufgrund der in mittelständischen Unternehmen noch recht geringen Verbreitung der RFID-Technik gestaltete sich am Projektanfang die Wahrheitsfindung zur bevorstehenden Hardwareauswahl recht mühsam. Wichtige Erkenntnisse brachte der Besuch von PROZEUS-Veranstaltungen mit der Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit anderen PROZEUS-Projektleitern, die ähnliche Problemstellungen zu bewältigen hatten. Der im Pflichtenheft geschätzte Aufwand von 120 Manntagen wurde in vollem Umfang ausgenutzt und war für die Realisierung im gesteckten zeitlichen Rahmen ausreichend. Eine höhere Zahl von Manntagen wäre mit dem Tagesgeschäft nicht zu vereinbaren gewesen.

Die Zukunft

Die Projekterfahrungen erlauben die Realisierung von Folgeprojekten zu wesentlich niedrigeren Kosten. Durch den Einstieg in die RFID-Welt konnte die schon länger geplante Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses durch den Einsatz modernster Technik realisiert werden. Der damit verbundene Lernprozess und das gewonnene Fachwissen öffnet viele Perspektiven für weitere Verbesserungen, wie z.B. das mobile Kommisionieren für Verkaufsaufträge (bis zu 1000 Auftragspositionen pro Tag), die Erfassung von Fertigungszeiten per RFID-Reader und die permanente RFID-gestützte Inventur. Die Einsparungen beim eigentlichen Buchungsprozess werden, verglichen mit den bisher verwendeten Papieraufschreibungen, auf ca. 80% geschätzt. Der bereits im Echtbetrieb eingesetzte EDI-Datenaustausch (ORDERS, DESADV, INVOIC) soll noch im laufenden Jahr auf DESADV-NVE erweitert werden. Weiterhin besteht seitens der Speditionspartner der Wunsch nach dem Austausch von Transportdaten per IFTMIN und IFTSTA, hier ist der Beginn der Realisierung für die zweite Jahreshälfte geplant.