PROZEUS Praxis - RMEC Schneider
Die Firma RMEC Schneider mit Sitz in Oberursel ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen des Werkzeug- und Vorrichtungsbaus mit insgesamt 52 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. EURO 5 Mio. Die Hauptkundensegmente sind der nationale Automobilbau sowie die Elektroindustrie. Neben der Fertigung von Werkzeugen und Vorrichtungen unterhält RMEC Schneider eine eigene Konstruktionsabteilung, arbeitet aber ebenfalls mit externen Konstrukteuren zusammen. Zur Konstruktion ihrer Werkzeuge und Vorrichtungen werden Zukaufteile / Normteile sowie selbst zu verarbeitende Rohstoffe eingesetzt. Somit besteht das Hauptgeschäft von RMEC Schneider in der Eigenfertigung von Werkzeugen, wobei ein erheblicher Anteil an Zukaufteilen eingesetzt werden muss.
Optimierung der Angebots- und Auftragsbearbeitung durch den Einsatz der Klassifikation eCl@ss und dem Katalogaustauschformat BMEcat.
Es soll durch den Einsatz von eBusiness Standards für die Produktbeschreibung und den Austausch von Produktkatalogen der heute primär papiergebundene Prozess der Angebotsbearbeitung automatisiert und elektronisch abgebildet werden. Dadurch können die heute üblichen vielfachen manuellen Dateneingaben und die damit verbundenen Fehler vermieden und der Prozess extrem beschleunigt werden.
Ferner sollen Produktinformationen in Form von Artikel oder Materialstammdaten, die nicht oder nur sehr eingeschränkt vorliegen, eingeführt und dauerhaft im Prozess der Auftragsbearbeitung verankert werden. Im Rahmen der Einführung der eBusiness-Technologien sollen die Unternehmensprozesse angepasst und optimiert werden. Exakte Materialstammdaten sind die Grundlage für nahezu alle Prozessfunktionen innerhalb der Angebotsbearbeitung sowie für nahezu alle zu erstellenden Belege.
Die primäre Zielsetzung der Firma RMEC Schneider im Rahmen des Projektes ist die Optimierung der Angebots- und Auftragsbearbeitung durch den Einsatz von eBusiness-Technologien wie elektronische Produktklassifikationen (z.B. eCl@ss) und Produktkataloge (wie BMEcat). Um die genannten Anforderungen der Serienproduzenten an den Werkzeugbau noch besser erfüllen zu können, sollen Produktinformationen klassifiziert in Form eines elektronischen Produktkataloges in das einzuführende ERP-System eingelesen und somit sowohl für die rechnergestützte Bestellung als auch die Erstellung von Fertigungsaufträgen zur Verfügung stehen. Durch diese technologische Schnittstelle sollen Rationalisierungspotenziale genutzt und existierende Fehlerquellen reduziert werden. Die Basis für die Umsetzung der eBusiness Technologien bildet ein ERP-System, welches die Prozesse des Werkzeugbaus optimal unterstützt. Auf Basis dieses System werden Lieferanten der Firma RMEC Schneider ausgewählt, die obige Normteile liefern und in der Lage sind, elektronische Produktdaten bereitzustellen. Diese elektronischen Produktdaten können bei der Angebotserstellung direkt als Zukaufteile aus dem Artikelstamm in Angebote übernommen werden oder aber in die Planung eines Fertigungsauftrags einfließen. Beide Aufgabenbereiche werden durch das ERP-System abgedeckt. Die Durchführung und die Überwachung der Beschaffung von produktionsrelevanten Materialien wird durch das ERP-System auf Basis genormter Artikeldaten ermöglicht. Dadurch ist eine Erhöhung der Liefertreue zu erwarten, da verspäteten Warenlieferungen reduziert bzw. frühzeitig erkannt werden und eine Änderung der Fertigungsplanung vorgenommen werden kann.
Das Projekt startete am 01.10.2006 und hat eine geplante Laufzeit von 8 Monaten.