eBusiness in der Textil- und Bekleidungsbranche
Herausforderungen und Nutzen von eBusiness-Anwendungen
In der Textilwirtschaft stellen sich auch mittelständische Unternehmen branchenspezifischen Herausforderungen wie einem starken Verdrängungswettbewerb und geringen Margen. Auch schnelle Kollektionsrhythmen und kurze Lebenszeit der Produkte sind spezielle Phänomene in dieser Branche. Hierdurch gewinnen Beschaffung sowie Aktualität von Informationen darüber, wie sich die Branche entwickelt, an Bedeutung. Herausfordernd ist auch die zunehmende Bedeutung der Radiofrequenztechnologie. RFID wird die Prozesse in Beschaffung, Distribution und im Vertrieb grundlegend verändern.
eBusiness-Anwendungen ermöglichen es den Unternehmen, die erforderlichen Daten effizienter auszutauschen – denn elektronischer Datenaustausch ist schneller, fehlerfrei und kostengünstiger. Der Einsatz von anerkannten Standards unterstützt unter anderem den Austausch der erforderlichen Daten für Bestellungs- und Abrechnungsvorgänge. Darüber hinaus ermöglicht der elektronische Datenaustausch die Anwendung von übergeordneten Konzepten – beispielsweise Vertikalisierung und Flächenbewirtschaftung. Solche kooperativen Konzepte, die zwischen Geschäftspartnern auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette umgesetzt werden, tragen dazu bei, den Umsatz zu steigern, Out-of-Stock zu vermeiden sowie Retouren und Abschriften zu reduzieren.
Praxisberichte aus der Textilwirtschaft
PROZEUS unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem Weg ins eBusiness. Verfolgen Sie die Schritte der Praxisprojekte und profitieren Sie von den Erfahrungen der Unternehmen Ihrer Branche:
Erfahren Sie mehr über dieses Praxisprojekt
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eBusiness-Standards
Lieferanten, Hersteller sowie Groß- und Einzelhändler in der Textilbranche setzen eBusiness-Anwendungen ein, deren Basis der branchenübergreifende Transaktionsstandard EANCOM® ist. Folgende Nachrichtenformate sorgen für schnelle und sichere Unternehmensabläufe:
- DESADV für elektronische Lieferavise
- IFTMIN für elektronische Transportaufträge
- IFTSTA für elektronische Statusberichte
- INVOIC für elektronische Rechnungen
- INVRPT für elektronischen Bestandsbericht
- ORDERS für elektronische Bestellungen
- PRICAT für elektronische Preislisten/Produktkataloge
- SA2 Datenpool für das Stammdatenmanagement
- SLSFCT für elektronische Verkaufsprognosen
- SLSRPT für elektronischen Verkaufsdatenbericht
Darüber hinaus finden weltweit standardisierte und international kompatible Systeme Anwendung – sogenannte Prozessstandards. Solche Systeme erleichtern den Austausch von Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Außerdem verbessern sie die Möglichkeit, Warenströme zu planen, zu steuern und nachzuvollziehen. Zu den Prozessstandards gehören:
- GS1-Transportetikett (ehemals EAN 128-Transportetikett) für logistisch relevante Einheiten (Bestell-, Liefer- und Transporteinheiten); ermöglicht die Rückverfolgung von Waren bis zum Erzeuger
- Vendor Managed Inventory (VMI) als Prozess zur gemeinsamen Beschaffung und Bevorratung von Gütern durch zwei Geschäftspartner, zum Beispiel Hersteller und Händler
- Joint Forecasting als Prozess zur gemeinsamen Prognose erwarteter Bedarfsmengen durch zwei Geschäftspartner - zum Beispiel Hersteller und Händler - zur Unterstützung von Nachschubkonzepten
Weitere Informationen zu eBusiness-Standards
Einsatzgebiet Vendor Managed Inventory (VMI)
Der Händler stellt dem Hersteller oder Lieferanten die Abverkaufs- und Bestandsdaten in elektronischer Form (EANCOM-Nachrichten SLSRPT und INVRPT) zur Verfügung. Auf dieser Basis erstellt der Hersteller die erforderlichen Bestellungen für den Händler und veranlasst eigenständig die Warenauslieferung.