eBusiness in der Metallbranche
Herausforderungen und Nutzen von eBusiness-Anwendungen
Die Metallbranche ist der größte Bereich des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Ähnlich wie der Maschinenbau ist die metallverarbeitende Industrie ein stark mittelständisch geprägter Wirtschaftszweig. Der Einsatz von eBusiness hat in der Metallbe- und -verarbeitung bereits Einzug genommen. Auch viele mittelständische Unternehmen haben die Vorteile von eBusiness erkannt und nutzen sie bereits.
Die Branche ist geprägt von der Verarbeitung von Vormaterialien wie Stahlerzeugnisse und Nichteisen-(NE-)Metallhalbzeuge. Besondere logistische Anforderungen ergeben sich u. a. durch die maschinenintensive Produktion, den hohen Materialkostenanteil, die Variantenvielfalt und die ausgeprägten Anforderungen an die Chargen- bzw. Einzelstückverwaltung. Im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung erschweren zusätzlich charakteristische Merkmale wie die Kampagnen-, Block- oder Folgenplanung sowie "umgekehrte Stücklisten" den Einsatz von Standard-EDV-Systemen.
Für den Handel mit Vormaterialien nutzen viele Unternehmen elektronische Marktplätze. Um die Qualität von Erzeugnissen in der Metallbranche zu gewährleisten, wurde beispielsweise vom FIR (Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH-Aachen) – unterstützt durch das BMWi, gemeinsam mit Verbänden und Metallunternehmen – eine Plattform zum elektronischen Austausch von Prüfbescheinigungen ins Leben gerufen.
PROZEUS unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem Weg ins eBusiness. Verfolgen Sie die Schritte der Praxisprojekte und profitieren Sie von den Erfahrungen der Unternehmen Ihrer Branche:
1889 als Blankstahlzieherei in Stuttgart gegründet, hat sich das Unternehmen im Laufe seiner über 100-jährigen Firmengeschichte zu einem global agierenden Betrieb mit zwei eigenständigen Geschäftsbereichen – der Sparte Werkzeuge für Spann- und Schneidtechnik sowie der Sparte Präzisionsstahl – entwickelt. Es wurde eine medienneutrale Produktdatenbank als Basis für den Internetauftritt, elektronische Marktplätze und einen elektronischen Produktkatalog aufgebaut. Für die Produktklassifikation wurden die Standards eCl@ss und UNSPSC eingesetzt. Als Katalogaustauschformat wurde BMEcat angewendet.
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Das Unternehmen wurde 1948 als Gewerbe zur Herstellung von Federringen gegründet. Heute produziert Güde mit 50 Mitarbeitern verschiedene Arten von Schraubensicherungen. Um die Anforderungen von Großkunden zu erfüllen, hat das Unternehmen seine Produktdaten nach eCl@ss klassifiziert und in einem elektronischen Produktkatalog zusammengefasst. Der Katalog wird im Format BMEcat 2005 mit Kunden elektronisch ausgetauscht.
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In der Metallbranche kommen branchenübergreifende eBusiness-Standards zum Einsatz. Bestrebungen, einen branchenbezogenen Standard für den Datenaustausch zu entwickeln wie beispielsweise das „Metal-XML“ wurden nicht weiter vorangetrieben. Das XML-basierte Katalogaustauschformat BMEcat findet auch im Metallbereich Anwendung.
Ein insbesondere für den technischen Einkauf relevanter Standard zur Materialklassifikation existiert branchenübergreifend auch für die Metallbranche: der Standard eCl@ss beinhaltet neben Hütten-, Walzwerk-, Schmiede- u. Gießereianlagen auch Halbzeuge mit detaillierten Merkmalleisten.
www.eclass.de
www.bmecat.de